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Zufällig lernte Emmanuel Guibert in den 90er Jahren den Amerikaner Alan Ingram Cope kennen, der ihm von seinen Erlebnissen im Zweiten Weltkrieg erzählte. Fasziniert von diesem äußerst lebensnahen Bericht aus dem ganz gewöhnlichen Kriegsalltag eines ganz gewöhnlichen Soldaten, setzte Guibert einzelne Episoden in kurze Comics um, die er ab 1996 zunächst im Magazin Lapin und später in zwei Büchern veröffentlichte. Mit seinen beinahe fotorealistischen Zeichnungen, die er in der Regel vor einen weißen Hintergrund und oft ohne die übliche Einteilung in einzelne Panels setzte, schuf er eine neue Art bildlicher Darstellung, die das Erzählte um so deutlicher werden ließ. Nachdem Cope im Jahr 2000 starb, wandte sich Guibert anderen Projekten zu, namentlich dem großen Dreiteiler Le Photographe. Zugleich arbeitete er aber an der Fortsetzung seines wohl persönlichsten Werks, indem er unter anderem nach Deutschland gereist ist, um die Orte aufzusuchen, an denen sein Freund das Kriegsende erlebt hat. Das Ergebnis ist der jetzt erschienene dritte Band von La guerre d'Alan, mit dem diese gerade wegen der wenig spektakulären Ereignisse so außerordentlich berührende und auf beeindruckende Weise adaptierte Schilderung eines Zeitzeugen nun abgeschlossen ist. SC, zweifarbig (sepia), 16,5 x 24,5 cm, Bd. 1 88 S., € 20,00 Bd. 2 96 S., € 21,00 Bd. 3 120 S., € 23,00 zur Autorenliste Guibert |