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Kaum zu glauben, aber wahr: dies ist der erste größere Bildband von François Avril, zweifellos einem der eigenwilligsten und renommiertesten Zeichner aus dem Umfeld der französischen Comicszene. Und er enthält, anders als der ebenfalls vor kurzem erschienene erste größere Bildband seiner Freunde und Kollegen Dupuy & Berberian (s. Info), nicht einen Überblick auf sein reichhaltiges graphisches Werk, sondern, mit ganz wenigen Ausnahmen, ausschließlich bisher unveröffentlichte Bilder, die derzeit in einer Ausstellung in Brüssel zu sehen sind. Mit der unverwechselbaren Eleganz und Leichtigkeit seines manchmal fast bis zur Abstraktion reduzierten Strichs widmet er sich seinem Lieblingsthema, den großen Städten, wobei er meist keine realen Ansichten, sondern imaginäre, dabei aber für die jeweilige Stadt um so typischere Szenen zeichnet. So wirkt Paris bei ihm harmonisch, Tokyo chaotisch und New York rechtwinklig. Avrils Brüssel schließlich ist geprägt von Erinnerungen an die Tradition der Ligne Claire, mit (ausgedachten) Straßennamen wie "Van Melkebeke Straat" oder "Rue Ludwig Bemelman" und Plakaten mit Figuren von Swarte, Chaland, Clerc, Petit-Roulet oder Ted Benoit. Ein wunderschönes Buch.
110 S., HC m. Schutzumschlag, lim./num. (3000 Ex.), 29,4 x 28,2 cm, € 60,00 zur Autorenliste Avril |