Bastien Vivès: Dans mes yeux

Dans mes yeux © Casterman Schon wieder ein neues Album von Bastien Vivès, sicher einem der interessantesten Comicautoren der jüngsten Generation, und wieder ein so ungewöhnliches wie auch ungewöhnlich schönes Album wie sein mehrfach ausgezeichnetes Le goût du chlore: In seinem bereits fünften Buch experimentiert der gerade mal 25-jährige mit leichter Hand sowohl auf der erzählerischen wie auch auf der graphischen Ebene. Wieder ist es eine im Grunde ganz einfache 'Boy-meets-Girl'-Geschichte. Ein junger Mann verguckt sich in einer Uni-Bibliothek in eine hübsche Studentin, spricht sie an, geht mit ihr essen, ins Kino, auf eine Geburtstagsfeier. Das Besondere daran: Der junge Mann selbst ist nie zu sehen oder zu hören. Wie mit einer subjektiven Kamera sieht und liest man stets nur, was er sieht und hört, vor allem also die junge Frau, in die er sich verliebt hat und die er zu erobern versucht. So erfährt man fast nichts über ihn, dafür aber sehr viel über die Art, wie er sie beobachtet und wie sie darauf reagiert. In einem ganz anderen graphischen Stil als in seinen vorhergehenden Comics findet Vivès mit geradezu impressionistischen, leuchtend bunten Kreidezeichnungen ohne Linien und Panelumrandungen die passenden Bilder für diese außergewöhnliche Story.
136 S., HC, 19,2 x 27,9 cm, € 22,90
 
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