© Les Rêveurs
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Auf den ersten beiden Panels von Fantagas hebt sich ein Vorhang - für ein ungewöhnliches und märchenhaftes Spektakel, wie man es sonst im Comic kaum je findet. Der Vorhang gibt den Blick frei auf eine pastellfarbene Welt aus alten Möbeln und Haushaltsgegenständen, in denen groteske Figuren sich in dunkle Affären verwickeln, allen voran der trunksüchtige kleine Inspektor Pernot und sein Alter ego, der ruchlose Fantagas...
Nachdem die in den 90er Jahren erschienene erste französische Ausgabe dieses absolut außergewöhnlichen Comics seit langem vergriffen war, brachte der kleine, aber feine Verlag Les Rêveurs vor einiger Zeit eine sehr schön gestaltete neue Version in größerem Format und mit einigen zusätzlichen Seiten heraus. Und jetzt ist in gleicher Ausstattung eine Fortsetzung erschienen, mit einer ebenso haarsträubend traumartigen Geschichte, die aber beinahe nur wie ein Vorwand für die wieder atemberaubenden Bilder erscheinen mag. Im Mittelpunkt stehen diesmal ein an Descartes geschulter Bürosessel und die geheimnisvolle Schönheit Siboney. In einer kleinen Notiz am Ende des Bandes entschuldigt sich Carlos Nine übrigens bei seinen Lesern für etwaige Mängel, da er die Zeichnungen wegen einer Operation mit einer Augenklappe anfertigen musste - die Arbeit eines Einäugigen, bei der seine problemlos sehenden Kollegen vor Neid erblassen dürften. je 64 S., SC/Klappenbroschur, 24 x 33 cm, Bd. 1 € 26,90 Bd. 2 Siboney € 29,90 PS: Vor kurzem kam auch ein neuer Band mit Bleistift- und Federzeichnungen des Argentiniers heraus, für den der Verlagstext die schöne Formulierung fand, dass bei Nine 'zwischen Daumier und Tex Avery noch der Tango liege'... Hommage à l'arrière-cour 128 S., SC, s/w, 21 x 25 cm, € 28,00 zur Autorenliste Carlos Nine |