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Es gibt Bücher, die bezaubern einen schon durch ihr Äußeres. Dieses große, dicke, schöne Buch mit dem rätselhaften Titel gehört dazu. Und wenn man, neugierig und gespannt geworden, Le grand autre dann aufschlägt, gerät man gleich in den Bann der eigentümlichen, zarten Federzeichnungen, die Ludovic Debeurme ohne Panelumrandungen auf den Seiten ausbreitet. Ebenso fremdartig wie die Bilder ist die Geschichte, die mit ihnen erzählt wird, die Geschichte eines Jungen, der mit einem Meerwesen die Augen tauscht und nun unter die Oberfläche der Menschen und Dinge sehen kann, der daher von allen gemieden wird und deshalb eher die Nähe von Vögeln und Insekten sucht und der sich dennoch in die Einzige verliebt, die sich von ihm nicht abgestoßen fühlt. Bei diesem so faszinierenden wie verstörenden Album drängen sich die üblichen Vergleiche mit Charles Burns, David Lynch oder etwa auch Edward Gorey auf, doch Debeurme erzeugt - nicht erst mit diesem Werk - eine ganz eigene Welt, die mit fragilen Figuren und sonderbaren Wesen zwischen Tier und Mensch bevölkert ist. Dieses in jeder Hinsicht große Buch gehört ohne Zweifel zu den herausragenden Comics nicht nur dieses Jahres.
294 S., s/w, SC m. Klappenbroschur, 22,5 x 29 cm, € 42,00 zur Autorenliste Debeurme |