Christophe Blain: Gus

Gus 1 (Nathalie) © Dargaud Womöglich weil er im Moment nicht so recht weiß, wie er seine hinreißende Geschichte um Isaac le pirate weiterspinnen soll, hat Christophe Blain kurzerhand mit einer neuen Serie begonnen, in leichterem Ton und mit flüchtigerem Strich. In kurzen Episoden (der gerade erschienene Band enthält fünf) erzählt Gus von drei Kerlen - Clem, Gratt und eben Gus - ihrer Freundschaft und ihren Streitereien und vor allem von ihren erfüllten oder misslungenen Abenteuern mit Frauen. Das Ganze spielt sich diesmal nicht unter Seeleuten ab, sondern im Wilden Westen: die drei verdienen sich ihren Lebensunterhalt mit Überfällen auf Banken und Züge, was allerdings nicht gezeigt wird. Überhaupt konzentriert sich Blains Graphik aufs Wesentliche, das heißt vor allem auf die Personen, ihre Bewegungen und ihr Minenspiel. Wie andere Meister vor ihm - man denke an Tardi - reduziert er seine Zeichnungen mehr und mehr und spielt mit spürbarem Vergnügen mit seinen Figuren - zum ebenso großen Vergnügen der Leser.
Bd. 1 Nathalie
Bd. 2 Beau bandit
Bd. 3 Ernest
je 80 S., HC, 24,5 x 30 cm, € 18,90

 
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