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Okay, mittlerweile ist es keine Überraschung mehr, dass Lewis Trondheim sein Vorhaben, mit dem Zeichnen aufzuhören, nicht durchhält. Dass er aber nach einigen weniger bemerkenswerten Veröffentlichungen gleich ein fast dreihundertseitiges Historiengemälde auffährt (seinen längsten Comic seit den legendären Carottes de Patagonie), ist dann doch erstaunlich. Wie der Titel schon sagt, spielt das Ganze im Jahr 1730 auf der Insel Bourbon, die heute Réunion heißt, und es geht um reiche Kolonisten, entlaufene Sklaven, komische Vögel und den letzten verbliebenen Freibeuter. Trondheim, der in seinen Carnets de bord schon von seinen Reisen nach Réunion berichtete, hat diese epische Geschichte gemeinsam mit Appollo geschrieben, der von der Insel stammt und ihre Geschichte bereits in mehreren Szenarien verarbeitet hat (zuerst im viel beachteten La grippe coloniale mit Zeichnungen von Huo-Chao-Si). Das Ergebnis dieser ungewönlichen Zusammenarbeitist nichts weniger als ein Meisterwerk!
288 S., s/w, SC, 14,5 x 21 cm, € 24,90 zur Autorenliste Trondheim |