| Zum vierzigsten Jahrestag jenes besonderen Monats in jenem besonderen Jahr gab es ja nun schon unzählige Veranstaltungen, Bücher, Fernsehsendungen und Filme. Kein Wunder also, dass auch einige Comics sich dieses Themas annehmen, zumal in Frankreich, wo der Mai 68 eine sehr viel größere Bedeutung hatte als in Deutschland - und wo der Comic als Medium auch sehr viel ernster genommen wird. Neben der schönen Buch-CD-Kombination von Tardi und Dominique Grange (s. Info) und dem lesenswerten Dossier im aktuellen BoDoï (s. Sonderliste) sind es vor allem folgende bemerkenswerte Titel:
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© Berg International |
Mai 68 - Histoire d'un printemps Wer sich die Ereignisse dieses Jahres in Paris und ganz Frankreich vor Augen führen lassen will, ist mit diesem besonderen Album bestens bedient: von den ersten Studentenprotesten in Nanterre bis zum Ausnahmezustand im Mai berichtet der Historiker Arnaud Bureau so kenntnisreich wie lebendig. Seinen ganz eigenen Reiz erhält der Band aber durch die manchmal beinahe piktogramm-artig klaren Zeichnungen von Alexandre Franc, die nur eine einzige Farbe verwenden: ein leuchtendes Rot. Daniel Cohn-Bendit, 1968 einer der wichtigsten Akteure in Paris, schrieb das Vorwort.112 S., zweifarbig, SC, 17 x 25 cm, € 28,90 |
Mai 68 - Le pavé de bande dessinée Einen "Comic-Pflasterstein" zum Thema legt der Verlag Soleil vor: einen Sammelband mit ganz unterschiedlichen kurzen Geschichten, einige ernst und engagiert, andere eher heiter oder sogar komisch, die meisten aus der Sicht der Studenten, eine aber auch aus der eines Polizisten. Die Beiträge stammen von so unterschiedlichen Autoren wie Chabouté, Vatine, Lidwine oder den Brüdern Bramanti.96 S., HC, 22,5 x 28,5 cm, € 28,90 |
© Soleil |
© Michel Lafon |
Mai 68 Während das oben vorgestellte Album Arbeiten jüngerer Autoren enthält, die 1968 allenfalls als Kind miterlebt haben, versammelt dieser Band mehr oder weniger politische Cartoons und Comics der Künstler, die 1968 nicht nur dabei waren, sondern deren Zeichnungen das Bild dieser Zeit mit geprägt haben: Wolinski, Cabu, Siné, Reiser, Gébé, Topor und Fred, um nur die bekanntesten zu nennen. Begleitet werden die mehr als 500 Illustrationen von Kommentaren der Künstler selbst sowie von anderen Zeitzeugen - von Professeur Choron bis wiederum zu Cohn-Bendit.554 S., HC, 22,6 x 22,8 cm, € 36,00 |