La maison close

La maison close © Delcourt Beim Comicfestival in Angoulême 2009 luden die Ehrengäste Dupuy und Berberian ein anderes Autorenduo ein, einen Raum in der ihnen gewidmeten Ausstellung zu bespielen. Ruppert & Mulot, die smarten Stars der neuen Generation französischer Comicautoren, nutzten diese Einladung auf gewohnt smarte Weise: Sie erfanden und zeichneten einen Rahmen - eben das titelgebende, nun ja, Freudenhaus - und luden ihrerseits 29 befreundete Autorinnen und Autoren ein, eine Figur zu erfinden und in einer kurzen Geschichte in diesem Rahmen auftreten zu lassen. Das Interessante an diesem Experiment, dessen Ergebnisse zunächst in jener Ausstellung und im Internet und jetzt auch in diesem Buch zu sehen sind, ist nun, dass die gesammelten Geschichten aufeinander Bezug nehmen. Die Figur der einen trifft auf die Figur des anderen, und ihre jeweiligen Geschichten werden erst verständlich, wenn auch die anderen Geschichten gelesen werden. Klingt kompliziert? Beim Lesen erklärt es sich wie von selbst, und es bereitet ein großes Vergnügen, die Zusammenhänge langsam zu erkennen. Ein außergewöhnliches Projekt, ein außergewöhnliches Buch. Ach, übrigens: Beteiligt an diesem wunderbaren Spaß sind unter anderem Lewis Trondheim, Charles Berberian, Florence Cestac, Zep, Émile Bravo, Anna Sommer, Guy Delisle, Lucie Durbiano, Anouk Ricard, Lisa Mandel, Frederik Peeters und Killoffer.
192 S., HC, 25 x 28,5 cm, € 49,90
 
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