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Mit seinen, nun ja, freizügigen Alben Pinocchia und Marée basse (dt. Verwand- lungen) hat sich Jean-Pierre Gibrat auch bei uns einen Namen als begnadeter Zeichner gemacht. Mit den von ihm selbst geschrie- benen Zweiteilern Le sursis (dt. Der Aufschub) und Le vol du corbeau (dt. Von Dieben und Denunziantenen) hat er aber unter Beweis gestellt, dass er auch ein außergewöhnlicher Szenarist ist. Wie in den letzten beiden Titeln erzählt er auch in seinem neuen, auf vier Teile angelegten Comic Mattéo von persönlichen Schicksalen vor dem Hintergrund der Geschichte des letzten Jahrhunderts, genauer gesagt von 1914 bis 1939. Der Protagonist, ein in Südfrankreich aufgewachsener Sohn eines spanischen Anarchisten, erlebt den Ersten Weltkrieg, die Russische Revolution, die Volksfront und den Spanischen Bürgerkrieg. In seinen Bildern hat sich Gibrat noch stärker von der Schwere der Federzeichnungen befreit, hin zu einem noch freieren und eleganteren Stil, der von seiner nach wie vor brillanten Farbgebung betont wird. Mattéo ist also nicht nur eine überaus fesselnde Geschichte, sondern auch eine Augenweide! Première époque (1914-1915) 64 S., HC, 24 x 31 cm, € 22,90 Deuxième époque (1917-1918) 80 S., HC, 24 x 31 cm, € 22,90 PS: Übrigens ist anlässlich des ersten Bandes von Mattéo im [dBD] 27 ein 20-seitiges lesens- und sehenswertes Dossier zu Jean-Pierre Gibrat erschienen! zur Autorenliste Gibrat |