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Spätestens seit seinem hübschen, kleinen Grain de beauté (deutsch Schönheitsflecken) ist Jean-Philippe Peyraud mit seinem auf wenige klare Linien reduzierten Zeichenstil und seiner Vorliebe für Alltagsgeschichten auch bei uns ein Begriff. Nachdem er jahrelang ausschließlich eigene Storys für seine Szenarios verwendete, nahm er für das kürzlich erschienene Quand j'étais star mit den autobiographischen Erzäh- lungen des Schriftstellers Marc Villard erstmals Texte aus der zeitgenössischen französischen Literatur zur Grundlage. Sein neuer Comic Mise en bouche geht nun auf eine Kurzgeschichte von Philippe Djian zurück: ein alleinerziehender Mann und seine frisch geschiedene Nachbarin kommen sich erst näher, als sie eines Tages ihre Kinder zu spät zum Kindergarten bringen, in dem eine Geiselnahme stattgefunden hat... Die Souveränität, mit der es Peyraud gelingt, auch beiläufige Gesten mit seinem minimalistischen Strich sehr genau einzufangen, macht dieses Buch zu einer der gelungensten Literatur- adaptionen der letzten Zeit. 144 S., HC, 19,5 x 26,5 cm, € 26,90 zur Autorenliste Peyraud |