David Prudhomme: Rébétiko (La mauvaise herbe)

Rébétiko © Futuropolis Es gibt Bücher, geschriebene und gezeichnete, die sind ein kleines Wunder. Man taucht so tief in ihre Geschichte und ihre Atmosphäre ein, dass man sie wie ein Erlebnis in Erinnerung behalten wird. Rébétiko (La mauvaise herbe) ist so ein Buch. Geschildert werden vierundzwanzig Stunden im Leben von fünf Musikern im Piräus des Jahres 1936, als der Rembetiko noch eine subversive Kraft entwickelte, die vom gerade an die Macht gekommenen Regime gefürchtet und bekämpft wurde. Stavros, Markos, Batis, Artemis und 'Chien' ziehen durch die Stadt, trinken, rauchen Haschisch, haben Probleme mit Frauen, Ganoven und Polizisten - und spielen natürlich ihre Musik, den "griechischen Blues". David Prudhomme erzählt all das so eindringlich wie beiläufig. Vor allem aber hat er in diesem Buch seinen flächigen Zeichenstil durch eine nuancenreichere Linienführung und eine leuchtende Farb-
gebung, die das strahlende mediterrane Licht ebenso einfängt wie die Schatten der schummrigen Hafentavernen, zu einer Bildsprache weiterentwickelt, die eine Intensität erzeugt, so hypnotisch wie der Rembetiko selbst.
104 S., HC, 22,5 x 29 cm, € 28,90
 
zur Autorenliste Prudhomme

zur Homepage