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Christophe Chabouté ist ein Comicautor, der so ein bisschen aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Mit seinen ruhig erzählten und fast ausschließlich in meisterlichem Schwarzweiß gezeichneten Geschichten wäre er in der Zeit des klassischen Autorencomics der achtziger Jahre zweifellos ein ganz Großer gewesen - nicht zu Unrecht wurden vor allem seine frühen, in der Abgeschiedenheit der Provinz angesiedelten Alben mit denen von Comès verglichen. Fehlt ihm heute auch eher die breite Aufmerksamkeit, so veröffentlicht er doch unbeirrt seine epischen, oft etwas düsteren Comicromane. Mit Tout seul ist ihm jetzt sein Meisterwerk gelungen. Auf beinahe vierhundert Seiten breitet er die Geschichte eines Mannes aus, der alleine auf einem Leuchtturm weit draußen im Meer lebt. Mit der Außenwelt ist er nur über seine Bücher verbunden - und über einen Fischer, der ihn mit dem Nötigsten versorgt und eines Tages einen anderen Mann mitbringt, der in seinen einsamen Alltag eindringt. Ein so detailreich wie stimmungsvoll gezeichneter, so bedächtig wie ergreifend erzählter, im besten Sinne altmodischer Comic.
376 S., s/w, SC, 17 x 24,5 cm, € 38,00 zur Autorenliste Chabouté |