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Unter den unzähligen französischen Fantasy-Comicserien ist diese wahrscheinlich die fantastischste, die intelligenteste, zumindest die ungewöhnlichste und ganz bestimmt die schönste - was Max Cabanes in den letzten dreißig Jahren über die Welt der Villages zusammenfabuliert hat, ist lustig, spannend, schlau und überdies wunderbar gezeichnet. Dabei kann eine Serie kaum weniger einheitlich sein. Der erste Band ist noch eine schwarzweiß gezeichnete Satire in einer grotesken Mischung aus Gotlib und Richard Corben. Ab dem zweiten Band wird die Geschichte in jeder Hinsicht farbiger. Cabanes lässt seine Phantasie von der Leine und führt ein ganzes Universum aus skurrilen Gestalten ein: zu den Merdouzilss und Jôles kommen die Anti-Jôles, die Chenapouilles, Ricoucougnes, Mandarouines und andere Kreaturen hinzu. Diese Figuren bewegen sich nun nicht in den gängigen Fantasykulissen, sondern in einer leicht verschobenen Version der Landschaft und der Orte Südfrankreichs, so wie ihre Welt auch eine (nicht gar so) leicht verschobene Version unserer Realität ist - einige von ihnen wechseln sogar zwischen diesen Ebenen hin und her. Letztlich geht es dann auch in all den abenteuerlichen Verwicklungen - und hier liegt die Pointe - um die Frage nach den Möglichkeitsbedingungen dieser Fantasiewelt selbst. Als Cabanes sich nach beinahe zwanzigjähriger Unterbrechung ganz überraschend wieder der Serie zuwandte, drehte er die Schraube noch weiter. Im fünften und den folgenden Bänden führt er sein eigenes Alter Ego ein, einen Zeichner und Geschichtenerfinder, der ins Paralleluniversum der Dörfer wechselt und Einfluss auf die Geschichte nimmt, die ihm andererseits wieder zu entgleiten droht. Ziemlich raffiniert, das Ganze, und zugleich überaus vergnüglich. Intégrale (enthält die Bände 1 - 4) 204 S., HC, 24 x 32 cm, € 52,00 Bd. 5 L'école de la cruauté Bd. 6 Une fuite - deux horizons Bd. 7 La déroute des synapses je 56 S., HC, 21,7 x 30 cm, je € 15,90 zur Autorenliste Cabanes |