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Es ist bestimmt ein Zeichen des wachsenden Selbstbewusstseins der Neunten Kunst, dass nicht mehr nur klassische Abenteuerromane wie die von Karl May, James Fenimore Cooper oder Alexandre Dumas als Comics adaptiert werden. Immer mehr Autoren lassen sich durch Werke der Weltliteratur von Kafka bis Richard Brautigan wie auch durch zeitgenössische Romane zu ganz persönlichen graphischen Umsetzungen inspirieren. Wie schön und wie passend, dass Clément Oubrerie, der Zeichner der so überaus charmanten Comicreihe Aya de Yopougon, sich Raymond Queneaus hinreißen- des Buch Zazie dans le métro vorgenommen hat! Sicher, die Geschichte vom Besuch der kleinen Nervensäge aus der Provinz bei ihrem Onkel in Paris und ihrem vergeblichen Wunsch, mit der Metro zu fahren, zieht bei Queneau ihren Reiz aus seinem virtuosen Spiel mit der (Umgangs-)Sprache, aber schließlich hat Louis Malle mit seiner Verfilmung schon bewiesen, dass sich der Roman durchaus in Bilder setzen lässt. Wie schon in Aya gelingt es Oubrerie, sich mit seinen klaren, leichthändigen Zeich- nungen ganz in den Dienst der Geschichte zu stellen und ihr dabei zugleich einen besonderen Zauber zu verleihen. Paris kann er genauso gut wie Afrika! 80 S., HC, 23 x 31 cm, € 21,90 zur Autorenliste Oubrerie |